Interview mit Fabian Scholz, Kommunikationsdesigner und geschäftsführender Gesellschafter von ESY

„Ich bin der Meinung, dass sich Print und Online auf Basis einer übergeordneten Markenbildung sehr gut miteinander kombinieren lassen.“

Fabian, aus welcher Situation heraus hast du ESY gegründet?

Selbstständig bin ich bereits seit 2009. Zu dieser Zeit begann ich, als Freelancer bundesweit für verschiedene Agenturen und für den Delius Klasing Verlag in Bielefeld zu arbeiten, wo ich auch Kommunikationsdesign studierte. ESY habe ich dann 2012 nach Abschluss meines Studiums gegründet. Denn mich interessierte nicht nur die Umsetzung im Hintergrund, sondern ganz besonders auch die Beratung der Kunden.

Bist du allein unterwegs oder hast du den Start der Firma direkt mit weiteren Partnern oder Mitarbeitern hingelegt?

Ich bin zwar Einzelunternehmer, aber arbeite innerhalb eines guten Netzwerks. Im Kern sind wir zu dritt und bei großen Projekten auch schon mal zu zehnt.

Mit welchen Angeboten geht ESY denn in den Markt?

Meine klassische Basis ist das Print-Design, aber das hat sich schon früh gewandelt, da ich mich bereits im Verlag um das Online-Marketing kümmerte. Dennoch: Ich bin der Meinung, dass sich Print und Online auf Basis einer übergeordneten Markenbildung sehr gut miteinander kombinieren lassen. Getreu der alten „AIDA“-Formel heißt es, Aufmerksamkeit und Interesse zu erregen und nachgelagert Verlangen (Desire) und eine Handlung (Action), also den Kauf zu bewirken. So deckt ESY neben der Beratung, dem Branding und der Designentwicklung eben auch die Programmierung und das Online-Marketing ab, inklusive Suchmaschinenoptimierung, Affiliate-, Influencer- und Social Media Marketing.

Nenn uns doch mal eins deiner bisher erfolgreichsten oder auch spannendsten Projekte und beschreib bitte den Mehrwert, den der Kunde dadurch erfahren hat.

Mit tourism.de betreiben wir selbst einen erfolgreichen E-Shop, inzwischen auch mit einer Niederlassung in den USA. Kunden kaufen darüber Prepaid-SIM-Karten für die USA und mittels dieses Shops kann ich zunächst bei uns selbst viel im Online-Marketing ausprobieren und bewerten, ohne je ein externes Kundenprojekt zu gefährden. All diese positiven Erfahrungen und Erfolge dort, zum Beispiel das Auffinden besonderer Wege für ein besseres Ranking oder klüger geschaltete Werbung für einen stärkeren Return on Investment, können dann zeitversetzt auch in Kundenprojekte einfließen. Das gilt auch für nicht so technische Dinge, wie beispielsweise das Packaging. Damit schaffen wir für unsere Kunden eine sehr solide Basis für deren Erfolg. Gleichzeitig haben wir Verständnis für deren Sorgen und Ängste – denn bei tourism.de sind wir schließlich selbst Betreiber.

Welche Chancen bietet die Digitalisierung den KMU aus deiner Sicht?

Da sehe ich ganz unterschiedlich gelagerte Chancen: Zum einen verbessert die Digitalisierung die Transparenz am Markt und vereinfacht so die Vergleichbarkeit. Damit können Unternehmen punkten. Zum anderen kann inzwischen Wissen viel schneller geteilt werden, was gleichzeitig auch die Möglichkeiten steigert, sinnvolle Kooperationen zu gestalten. Aus meiner Sicht eine echte Win-win-Situation. Darüber hinaus sehe ich auch eine Vereinfachung von Abläufen. Bei einem Thema wie der Digitalisierung in der Buchhaltung und dem Dokumentenmanagement sehe ich zudem auch eine ökologisch sinnvolle Entwicklung, weil sie papierne Aktenberge stark verringert.