Interview mit Denise Nelle und Frank Heim, Geschäftsführer von punktbar

„Im Online-Marketing lässt sich sehr gut messen, welcher Kanal mir wie viel bringt.“

Denise, Frank, aus welcher Situation heraus habt ihr punktbar gegründet?

Frank: Bei mir war es so, dass ich zwar als Musiker und diplomierter Bassist nach wie vor in einer sehr erfolgreichen Band mein Geld verdiene, aber irgendwann dachte: „Was mache ich, wenn wir nicht so lange auf der Bühne stehen wie die Rolling Stones und das Musik-Business mich nicht bis zur Rente ernährt?“ Ich habe dann an einem einjährigen, international ausgerichteten Online-Business-Kurs teilgenommen und dabei gelernt, wie man ein eigenes Geschäft aufbaut und erfolgreich führt. Denise und ich bemerkten in unserem Umfeld den Bedarf an Websites, die modern und auf aktuellen Stand der Technik sind. Dies gepaart mit unserem Wissen zum Thema Online-Marketing, veranlasste uns schließlich, punktbar zu gründen.

Denise: Ich habe in verschiedenen Agenturen als Grafikdesignerin gearbeitet. In der letzten, in der ich zehn Jahre tätig war, leitete ich schließlich auch die Grafikabteilung. Es war für mich ein großer Schritt, mich selbstständig zu machen, aber es war auf jeden Fall der richtige Weg.

Wart ihr zunächst zu zweit unterwegs oder habt ihr den Start der Firma direkt mit Partnern oder Mitarbeitern hingelegt?

Denise: Wir begannen zu zweit, allerdings sind die Aufgaben sehr stark gewachsen und die Anzahl der Projekte und Aufträge nimmt weiter stetig zu. Deshalb sind wir inzwischen zu fünft und haben zusätzlich ein gutes Netzwerk aufgebaut, das wie eine Familie ist. Dazu zählt zum Beispiel auch ein Programmierer-Team, welches sich explizit um die Wartung unserer Kunden-Websites kümmert.

Mit welchen Angeboten geht punktbar denn genau in den Markt?

Frank: Wir haben uns auf die Gestaltung und Programmierung von WordPress-Webseiten spezialisiert, bieten dazu aber auch einen Wartungsservice an, was sehr gut angenommen wird. Daneben sind wir sehr stark im Online-Marketing und der werblichen Nutzung von Social-Media-Kanälen. Das Grafikdesign für Print und Non-print rundet unser Angebot ab. Wir helfen unseren Kunden, ihre Dienstleistungen und Produkte besser zu vermarkten.

Nennt uns doch mal eins eurer bisher erfolgreichsten oder auch spannendsten Projekte und beschreibt bitte den Mehrwert, den der Kunde dadurch erfahren  hat.

Frank: Da gäbe es viele ähnlich gelagerte Projekte, deshalb macht es Sinn, etwas zu verallgemeinern: Häufig treten Mittelständler an uns heran, weil sie ihre Kunden besser darüber informieren möchten, was sie tun und anbieten. Der Kunde von heute bedient sich auf der Suche nach Informationen bei Google. Wenn nun ein Unternehmen auf seiner Website relevante Informationen zur Verfügung stellt oder beispielsweise ein tolles Erklärungsvideo auf YouTube anbietet, dann wird nicht nur Information, sondern auch ein Mehrwert in Form von Vertrauen geschaffen. Wir unterstützen bei der Produktion und der Verteilung solcher Informationen an den richtigen Stellen und auf die richtige Art und Weise, sei es nun bei Instagram, Facebook oder YouTube – und setzen hier auf schöne Regelmäßigkeit. Dazu entwickeln wir eine Online-Strategie für den Kunden und entwerfen zum Beispiel Redaktionspläne und Texte, damit der Kunde online auch von seiner Zielgruppe wahrgenommen wird, sei es nun über werbegestütztes – also bezahltes – oder inhaltliches Content-Marketing. Dabei kann ich im Online-Marketing direkt messen, welcher Kanal mir wie viel bringt – das gilt auch für E-Mail-Marketing. In der Folge weiß ich, wie ich mein Budget ausrichten sollte und an welcher Stelle ich sparen kann. Ein Flyer, der irgendwo ausliegt, schafft so etwas nicht.

Welche Chancen bietet die Digitalisierung den KMU aus eurer Sicht?

Denise: Ich drehe das mal um und sage, dass KMU, die auf die Digitalisierung verzichten, bald keine Chance mehr haben, am Markt zu bestehen. Das fängt ja schon bei der Suche nach Unternehmen und Produkten oder Dienstleistungen an. Ich jedenfalls schaue nicht mehr in die Gelben Seiten. Und wer ein Online-Shop-fähiges Produkt herstellt oder vertreibt, aber keinen Online-Shop hat, der verzichtet auf Umsatz. Außerdem verhilft das Internet auch zu guten Präsentationsmöglichkeiten, wenn sich jemand mit seiner Tätigkeit spezialisiert hat. Denken wir hier nur an Handwerker, die besondere Techniken oder Materialien anbieten.

Frank: Auch für KMU ist es doch wichtig zu wissen, woher die Kunden überhaupt kommen. Online ist dies nicht nur messbar, ich kann die Zielgruppen auf unterschiedlichen Kanälen auch adäquat ansprechen. Zudem haben Amazon, Google und Facebook mit ihren Bewertungssystemen dafür gesorgt, dass Kunden das lokale Unternehmen mit vier oder fünf Sternen in der Benotungsskala demjenigen mit nur drei Sternen klar vorziehen. Also sollte ich da rangehen, wenn ich nur drei Sterne habe.

Denise, Frank, besten Dank für die Einblicke ins Online-Marketing.

2018-03-23T18:25:36+00:00