Interview mit Michael Houben, Geschäftsführer von Metamorphose

„Metamorphose ist Spezialist für verständliche und zielgruppengerechte Texte bei komplexen Themenstellungen.“

Michael, aus welcher Situation heraus hast du Metamorphose | Büro für Marketing & Kommunikation gegründet?

Nach verschiedenen Stationen als Texter, Projektmanager, PR- und zuletzt Betriebsleiter einer mittelständischen, inhabergeführten Agentur mit rund zwei Dutzend Beschäftigten habe ich mich erneut selbstständig gemacht. Bereits nach dem Studium der Kommunikationswissenschaft hatte ich mit einem Partner eine erste eigene Agentur gegründet. 2014 dann, mit knapp 20 Berufsjahren mehr Erfahrung, schlug ich diesen Weg erneut ein. So profitieren meine Kunden heute von meinem Know-how, das auf einer Vielzahl an erfolgreichen Kundenberatungen, unterschiedlichsten Projekten und gelungenen Umsetzungen bei kleinen wie großen Unternehmen basiert. Viele davon sind in technologischen Bereichen zu Hause.

Bist du allein unterwegs oder hast du den Start der Firma direkt mit Partnern oder Mitarbeitern hingelegt?

Noch arbeite ich freiberuflich für meine Kunden – allerdings mit einem starken Netzwerk aus Designern, Programmierern und Fotografen im Rücken. Doch stelle ich gerade fest, dass ich mich sowohl personell als auch räumlich wohl bald vergrößern muss, denn die Nachfrage nach meinen Texten, Konzepten und Beratungen hat sich in den letzten zwei Jahren, vor allem durch ein starkes Empfehlungsmarketing, sehr erhöht.

Mit welchen Angeboten geht Metamorphose denn heute in den Markt?

Metamorphose erbringt eine große Bandbreite an Marketing-Dienstleistungen on- und offline. Für den Mittelstand bedeutet das Full-Service. In dieser etwas größeren Hülle liegt eine starke Kernkompetenz, denn Metamorphose ist Spezialist für verständliche und zielgruppengerechte Texte bei komplexen Themenstellungen. In meiner Tätigkeit als Texter habe ich mich darauf spezialisiert, komplizierte, oft auch technische Zusammenhänge ansprechend so zu beschreiben, dass Kunden einen besseren Zugang zum Thema finden und die Zusammenhänge verstehen. Beispiele sind hier die Bereiche Immobilien, Handel, Energie, Medizin und Zahnmedizin, Automotive und eben auch IT und die Digitalisierung. Eine Herausforderung, der ich mich dabei sehr gern stelle, ist die Formulierung der richtigen Tonalität. Wie also spreche ich die definierte Zielgruppe am geschicktesten an und erreiche so meine Kommunikationsziele? Ich denke, dass meine Kunden wie auch die Endkunden über die Sprache und den Text schnell merken, wie viel Freude mir die Arbeit macht und sich davon anstecken lassen. Dabei ist mein Kundenkreis sehr heterogen: Vom Kleinunternehmer über den Mittelstand bis hin zu großen Organisationen ist alles vertreten.

Nenn uns doch mal ein oder zwei deiner bisher erfolgreichsten oder auch spannendsten Projekte und beschreib bitte den Mehrwert, den der Kunde dadurch erfahren hat.

Mehr und mehr verschieben sich die Aufträge für die Produktion von Inhalten ja weg von print in Richtung online. Auch das Content-Marketing spielt eine immer größere Rolle. Dabei gelten online ganz andere Regeln. Die zu kennen und entsprechend anzuwenden, ist sehr wichtig, damit der gewünschte Erfolg eintritt.

Für einen größeren Gesundheitsdienstleister habe ich im Auftrag einer anderen Agentur die gesamte Website mit einer Vielzahl an zahnmedizinischen Spezialthemen zuzüglich eines Patienten-Ratgeber-Blogs getextet. Das klingt zunächst normal, der Clou war aber der: Der Kunde hatte einem anderen Dienstleister zuvor ansehnliche Jahresetats für Suchmaschinenoptimierung und Google AdWords zur Verfügung gestellt. Aber der Online-Erfolg blieb aus. Also beriet ich mich mit einem Online-Marketing-Spezialisten. Angelehnt an die daraus resultierenden Erkenntnisse, die das Content-Marketing als weiteren wichtigen Teilbereich des Online-Marketings in den Fokus rückten, machte ich mich an die Textarbeiten. Der Plan: Ein gelungenes Zusammenspiel von interessanten Texten und einem treffsichereren, dafür aber um rund die Hälfte kostengünstigeren Suchmaschinenmarketing sollte mehr Traffic auf die Seiten bringen. Diese Kosteneinsparungen eines Jahres sollten in die Texterstellung investiert werden. Der Plan ging voll auf: Die Verweildauer der Besucher auf den Seiten stieg an, das Ranking der Seite auf Google wurde immer besser, der Kunde brauchte durch die gleichzeitigen Einsparungen im Prinzip keinen Cent für den Text ausgeben und spart nun Jahr für Jahr bares Geld ein.

Ein anderes Praxis-Beispiel: Für die neomatt GmbH, die auch hier im Digitalen Pott vertreten ist, habe ich vor einiger Zeit Texte für neue Teilbereiche der Website erstellt. Dabei ging es u. a. um die Verwendung von Bluetooth-Sendern im Handel, um eine Inhouse-Navigation für Besucher bereitzustellen, die mittels Smartphone nutzbar ist. Ich fand das spannend, weil es bei diesem Themenkomplex zunächst darum ging, sich diese in der eigenen Realität noch gar nicht vorhandene Situation überhaupt erst einmal vorzustellen und darin einzutauchen. Erst darauf aufbauend ließen sich für mich konkrete Möglichkeiten der Anwendung beschreiben. Besonders interessant war, dass die neue Technik natürlich nicht nur für die Navigation nutzbar ist, sondern über die Kommunikation mit dem Nutzer mittels einer App ganz neue Marketing-Möglichkeiten eröffnet, die es trotz der Komplexität auf einfache Art zu beschreiben galt.

Welche Chancen bietet die Digitalisierung den KMU aus deiner Sicht?

Da sehe ich sehr viele: Wenn ich mir zum Beispiel kleinere Unternehmen anschaue, wie Einzelhändler mit einem Ladenlokal, Handwerker mit speziellen Dienstleistungen oder auch einige Gastronomen, bemerke ich oft sehr erfolgreiche Konzepte, mit denen sich der Kontakt mit den Kunden aufbauen, stärken und individualisieren lässt, häufig über Social Media. Da werden die Unternehmen schnell zu einer echten Marke und die Kunden zu einer eingeschworenen Gemeinde, die die Informationen der Unternehmen bewusst und gerne annehmen. Es gilt, die Lücke zu finden, die andere nicht füllen können oder wollen. Ab diesem Punkt kann Content-Marketing dann sehr hilfreich sein.

Vielen Dank für das Gespräch und die Einblicke in die Rolle von Text und Tonalität, Michael.

2018-04-10T14:43:26+00:00