Unsere digitale Zukunft

Dieser Artikel stammt von unserem Mitglied des Digitalen Potts Paula Brandt und ist im Original auf https://www.paula-brandt.de/digital-future-kongress/ zu finden.

Am 05.11.2019 fand in Essen die größte Kongressmesse zum Thema Digitale Zukunft statt – die Digital Futures 2019. Thema: Die Digitalisierung in NRW. Ein Buzz-Word, das aufgrund der Vielzahl von Events fast überstrapaziert worden ist – braucht es dann noch eine weitere Veranstaltung hierzu? So lautet die Frage, die der Veranstalter Michael Mattis in der Zeitschrift zum Event stellt. Und gibt die Antwort darauf direkt und aus vollem Herzen: „Ja! Erst recht.“

Neueste Trends auf der DIGITAL FUTURE

Der DIGITAL FUTUREcongress informiert in diesem Jahr mit über 170 Aufstellern, Vorträgen und Workshops über neueste Trends und Lösungen. Neuartige Entwicklungen in der Technologie machen digitale Veränderungsprozesse erforderlich, wie den Ausbau der digitalen Infrastruktur für Mobilfunklösungen und die Bereitstellung von schnellerem Internet in Gewerbegebieten.

Digitale Trends im Fokus

Lösung für den Fachkräftemangel in Deutschland?

Katharina Röhring von der Gfos mbH beschäftigt sich im Bereich Business Development mit Ressourcen-Optimierung. Die wichtigste Ressource der meisten Unternehmen ist –  das Personal. Daran hat sich nichts geändert. In Deutschland herrscht Fachkräftemangel. Stellt dies eine Gefahr für die Zukunft von Firmen dar? Überraschende Antwort: Es kommt darauf an. Bei Firmen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz ist nicht der Mensch die wichtigste Ressource. Es ist der Zugang zu großen Datenmengen. Gleiches gilt für Unternehmen , die sich mit Algorithmen beschäftigen – auch sie hängen von Daten ab und sind in der Lage, ihre Geschäfte mit sehr wenig Personal zu führen.

Firmen stehen nicht nur vor der Herausforderung, trotz Fachkräftemangel wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig stellt das aktuelle Gesetz zur Zeiterfassungspflicht neue Anforderungen an sie. Die Digitalisierung soll ihnen mit Lösungen helfen, die vor allem ein Ziel erfüllen: Dem Unternehmen Zeit zu sparen. Kein Wunder, dass auf dem DIGITAL FUTUREcongress neue Tools fürs Time Management vorgestellt werden.

Wie kommunizieren wir in 2020?

Diese Frage beantwortet Benjamin Gebauer von der infinIT.cx GmbH mit einem einzigen Wort: „Messaging“. Was ist das? Der Experte definiert es als “asynchrone Kommunikation”. Will heißen: Menschen kommunizieren miteinander via Chat, erwarten allerdings keine sofortige Antwort. Bereits heute wird Messaging 10-mal mehr genutzt als Telefonie. Im Fokus steht immer noch das Schreiben von Nachrichten – nämlich zu ingesamt 85 % -, aber bereits 10 % treten über Messaging mit Unternehmen in Kontakt. Das kann z.B. über WhatsApp passieren. Schon heute nutzen große Unternehmen wie Otto.de WhatsApp als  Businessmodell für Kundenservice und Beratung. Viele Konsumenten kommunzieren so mit dem Versandhändler, „weil es einfach Zeit spart“, so Gebauer.

Es passt in den Trend: Durch eine zunehmend mobile Lebensweise möchten Menschen mehr Flexibilität, sprich sie wollen selber über Uhrzeit und Ort für die Beantwortung ihrer Nachrichten bestimmen. Die Firmen reagieren auf diese neuen Anforderungen ihrer Kunden: So verzeichnet die Magenta Telekom in Österreich seit der Einführung von Messaging höhere Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit. Beiden Seiten kommt dabei zugute, dass sich sowohl Kunde als auch  Mitarbeiter mehr Zeit für die Antwort nehmen können. Google setzt bereits Testprojekte ein, um die Kommunikationsmethode auch für kleine Unternehmen einsetzbar zu machen.

Fazit: Ein Besuch der sich lohnt

Der DIGITAL FUTUREcongress präsentiert eine Vielzahl von Lösungen für aktuelle Probleme von Unternehmen, sei es zum Thema Fachkräftemangel, bei einer Neugestaltung der Kommunikation oder bei Kollaboration durch plattformunabhängigen Zugriff auf Daten. Netzwerkverbände wie der Networker NRW und das Camp Essen sind Anlaufstellen, wenn sich Unternehmensvertreter gezielt vernetzen wollen. Sie beraten auch dabei, den passenden Lösungsanbieter für ihre Anforderungen zu finden.

Kein Wunder, dass der Kongress im Vergleich zum letzten Jahr stark gewachsen ist – die digitale Zukunft hat schließlich gerade erst begonnen.