Interview mit Mario Bellino und Gundolf Senne, Geschäftsführer von be in mind

„Wir sind ein Marketing-Optimierer für den Mittelstand!“

Gundolf, Mario, aus welcher Situation heraus habt ihr be in mind gegründet?

Gundolf: be in mind ist für mich keine komplette Neugründung, denn ich bin bereits seit 2004 selbstständig, durchgängig als Marketing-Consultant. Aber als Mario und ich zusammentrafen, entstand eine veränderte Situation, die sowohl meiner als auch seiner Tätigkeit eine neue Stoßrichtung gab – also gründeten wir gemeinsam be in mind.

Mario: Ich arbeitete zuvor als Suchmaschinen-Optimierer und Programmierer, zunächst selbstständig, dann in einer Agentur. Dort lernten wir uns in einem gemeinsamen Projekt, bei dem Gundolf als Externer beriet, kennen. Dabei stellten wir schnell fest, dass wir uns sehr gut ergänzen. Den Kontakt haben wir über die Jahre gehalten und dann kam im Frühling 2017 der richtige Zeitpunkt für den gemeinsamen Weg.

Gundolf: Dabei hatten wir beide die Möglichkeit, unsere Kunden mit einbringen zu können, das hat den Start sicher vereinfacht.

 

Seid ihr zu zweit unterwegs oder habt ihr den Start der Firma direkt mit weiteren Partnern oder Mitarbeitern hingelegt?

Gundolf: Nun, am Anfang hatten wir die typische Start-up-Situation: Alles selbst machen. Aber es dauerte keine zwei Monate, da mussten wir bereits auf Externe zugreifen.

Mario: Inzwischen schauen wir nach einem Mitarbeiter im Marketing, der in ganz normaler Festanstellung bei be in mind arbeiten soll. Einen Programmierer haben wir bereits als Mini-Jobber angestellt – mehr geht bei ihm zeitlich leider nicht. Aber so haben wir gleichzeitig Zugriff auf sein Netzwerk. Und in einem Kundenprojekt arbeitet nun eine zweite Mitarbeiterin für uns auf 450-Euro-Basis.

Gundolf: Das ist auch einer der Gründe, warum wir uns gerade räumlich vergrößern müssen. Zudem wird noch ein Grafiker in unseren Räumen arbeiten, der zwar Freelancer ist, aber ohnehin sehr viel für uns arbeitet.

 

Mit welchen Angeboten geht be in mind denn in den Markt?

Gundolf: Wir sind ein Marketing-Optimierer für den Mittelstand! Denn wir sehen Marketing nicht nur als Werbung, sondern als ganzheitlichen Ansatz. Deshalb unterstützen wir unsere Kunden auch in allen Punkten des Marketings und verstehen uns als Full-Service-Agentur – mit den Schwerpunkten Online-Marketing, Content-Management und Suchmaschinenoptimierung.

Mario: Bei dem einen ist es die Platzierung seines Produktes, die nicht optimal ist. Bei dem nächsten die textliche Ansprache, die emotionaler gestaltet wird. Und bei einem anderen wiederum geht es um eine Kostenreduzierung durch bessere Distribution. Dabei ist und bleibt das Digitale eines unserer Hauptthemen. Denn viele Marketing-Optimierungen haben mit dem Auf- oder Ausbau digitaler Strukturen zu tun, bei denen wir selbst unterstützen, so zum Beispiel in den Bereichen SEO, CRM, E-Mail, Webseite und Online-Shop, Content Marketing oder ERP. In einigen anderen Fällen greifen wir zudem auf ein kompetentes Netzwerk zurück.

Gundolf: Ebenso beraten wir als externe Stabstelle der Geschäftsführung oder entwickeln digitale Strategien zur Kundengewinnung. Dabei haben wir immer ein Ziel vor Augen: Mehr Erfolg für unsere Kunden – gemessen in Euro auf dem Konto.

 

Nennt uns doch mal eins eurer bisher erfolgreichsten oder auch spannendsten Projekte und beschreibt bitte den Mehrwert, den der Kunde dadurch erfahren hat.

Gundolf: Ein britisches Unternehmen mit Sitz in London und Tochter in Essen beschäftigt sich mit der Herstellung und dem Betrieb von kleineren Wasserkraftanlagen für Flüsse. Vorteil dieser Systeme ist, dass sie nicht die Landschaft verschandeln, sondern klein, dezentral und nahezu unsichtbar sind, dafür aber in großer Vielzahl auch großen Energie-Output liefern. Ein hervorragendes Produkt, das zudem für schnelle Rendite sorgen kann, zum Beispiel in der Alpenregion oder in Südost-Europa. Aber: Trotz bester Kontakte kommt der Vertrieb nicht richtig in den Markt. Wir haben das Problem analysiert und stießen schnell auf einen großen Medien-Wirrwarr ohne Konsistenz und roten Faden. Also haben wir der Kommunikation thematisch und gestalterisch Leitplanken gegeben und dreisprachig produziert, auch auf Serbokroatisch. Dann kam Social Media hinzu, was aber voraussetzte, dass auch die Website überarbeitet wird – was wir nun ebenfalls tun.

Mario: Das Schöne daran ist, dass die Vertriebsmannschaft, die zuvor schon fast aufgegeben hatte, nun wieder richtig mitgerissen wird – durch unsere Ideen und eine gute Strategie, auch online und über Social-Media-Kanäle. Das Rendite-Modell stimmt, die Kontakte sind geknüpft, der Wachstumsschub ist bereits da – nun kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

 

Welche Chancen bietet die Digitalisierung den KMU aus eurer Sicht?

Gundolf: Die Digitalisierung aller Lebensbereiche ist gar nicht mehr aufzuhalten, und da sollten auch die kleineren Unternehmen mitziehen und ihre Chancen suchen. Aber ich denke, dass die meisten Unternehmen das auch erkannt haben. Nur wissen viele eben nicht, wie sie es genau machen sollen.

 

Vielleicht denken viele KMU auch, dass sie erhebliche Investitionen stemmen müssten …

Mario: Nein, das müssen sie oft gar nicht. Ein kleines Beispiel: An unserem ersten Tag im neuen Büro dachte ich mittags „Jetzt eine Pizza!“ Google Maps zeigte mir sofort an: 750 Meter weiter ist eine Pizzeria. Aber da gab es nur die den Gelben Seiten entlehnte Adresse, keinen richtigen Eintrag. Irgendwann hatte ein Gast dort mal ein schlecht geschossenes Foto hochgeladen, auf dem ich Currywurst mit Pommes und Mayo sah. „Da gehe ich nicht hin“, dachte ich, „schließlich will ich eine appetitliche Pizza!“. Den Eintrag zu ändern und zu verbessern, ist eine Maßnahme, die einfacher kaum sein kann. Und wer das nicht selbst schafft, kann es für wenig Geld auch machen lassen und dabei gleich mit anderen wichtigen, strukturierten Daten und Kundenbewertungen verknüpfen lassen.

2018-03-23T18:29:39+00:00